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Alte Burg Penzlin 

Museum für Magie und Hexenverfolgungen in Mecklenburg

Penzlin (1263) ist westlich von Neubrandenburg an der B192 gelegen. Die Stadt bietet mit ihrer Alten Burg eine Besonderheit, nämlich die sogenannten Hexenkeller, die es kaum woanders gibt. Die frühneuzeitlichen unterirdischen Hexenverliese sind stumme Zeugen der Hexenverfolgungen des 16. und 17. Jahrhunderts.

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Die Burg steht in historischem Zusammenhang mit einer aus dem 9. Jahrhundert stammenden slawischen Wallburg, die als Vorburg diente. Als Vorläufer der Alten Burg gelten Baureste des Schlosses der Fürsten zu Werle aus dem 13. Jahrhundert. Ebenso wie die Fundamente der imposanten Penzliner Marienkirche sind auch diese Reste Zeugnisse der Ostkolonisation und der damit verbundenen Christianisierung der heidnischen Slawen. Im 15. Jahrhundert gelangte das Geschlecht derer von Maltzan in den Besitz der Burg. Im Jahre 1812 wurde zwischen den Wällen der slawischen Wallburg die "Neue Burg" als Ersatzbau für die Alte Burg errichtet.

Sehenswert ist der Rittersaal der Alten Burg mit Resten einer dekorativen Deckenbemalung aus dem 19. Jahrhundert. 

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Der Rittersaal steht romantischen Paaren zur Eheschließung offen.

 

Telefon Standesamt Penzlin: 03962 - 25510

Schon 1881 konnte die im Ergebnis zahlreicher Umformungsprozesse eigentümliche Burggestalt der Alten Burg das wissenschaftliche Interesse des bekannten Begründers der Burgenforschung Otto Piper (1841 - 1921) auf sich ziehen, der den Ruf der Burg als herausragendes Geschichtsdenkmal maßgeblich mitbegründete.

Heute bildet die Alte Burg derer von Maltzan nach umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten mit ihrem slawischen Wall, dem Burghof, dem Burggarten sowie Resten der alten Stadtmauer wieder eine in sich geschlossene Anlage.

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Einblick in den düsteren Folterkeller

 

Aus den Akten des Hexenprozesses (um 1700) gegen die Penzliner Bürgerin Benigna Schultzen:

...daß man mir die Daumenschrauben angeleget, sind selbige weiter angeschroben worden, ist die Beinschraube am rechten Fuß geleget und zugeschroben worden, ist die andere Beinschraube am linken Fuß angeleget und gleichfalls zugeschroben worden ... so dass dieser actus torturae fast eine Stunde gewähret ... weilen man die Intention gehabt, mich mit aller Gewalt zur Hexe zu machen, und so lange zu peinigen, bis ich Hexerei bekannt hätte.

Die eigentlichen Hexenverliese im Ostflügel der Burg liegen mit ihrem Fußboden etwa 7m tief unter der Burghoffläche. Sie besitzen in die Wände eingelassene Nischen, die bautechnisch den Anforderungen des "Hexenhammers"(1487) entsprechen. 

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In solchen Nischen wurden die vermeintlichen Hexen angekettet. Ohne Verbindung mit dem Erdboden – dem Machtbereich des Teufels – sollten Hexen ihre magische Kraft verlieren.

 

Die Geschichtsüberlieferung der Burg, insbesondere die Existenz der von namhaften Experten als bedeutend eingestuften Hexenverliese, legte es nahe, die Alte Burg mit ihrem Museumskomplex als Denkmal von landesgeschichtlicher Bedeutung auszubauen. Mecklenburg gehörte im Gegensatz zu den meisten anderen norddeutschen und protestantischen Territorien zu den Kernzonen der europäischen Hexenverfolgung. Fast 4000 Hexenprozesse gegen etwa 3650 Frauen, Männer und Kinder lassen sich bis heute nachweisen.

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Dieses Bild zeigt die sogenannte Schwarzküche. Hier wurde für das leibliche Wohl gesorgt. 

 

Aus dieser Zeit stammen auch Sprichwörter wie "Mal einen Zahn zulegen...", was sich auf die Höhe des Topfes über dem Feuer bezieht oder das mit dem Fettnapf, in den man getreten ist.

Auf dem Boden standen nämlich Töpfe, in die das Fett vom Fleisch tropfte, welches zum Trocknen in den 12 m hohen Rauchfang gehangen wurde.

Führungen:

 

Regelmäßig angebotene Führungen informieren über formale Abläufe und historische Reichweiten der Hexenprozesse, über die Einbindung der Hexenprozesse in das frühneuzeitliche Rechtsverständnis und in die Rechtsauskunftstätigkeit der Greifswalder und Rostocker Juristenfakultäten. Auf diese Weise kann der Besucher in den geschichtlich fernen Personen und Anklageschriften neben den historischen immer auch menschliche Maßstäbe entdecken.

Länge: allgemein ca. 40 Minuten

 

Sonderführungen nach Vereinbarung

Sonderführungen sind außerhalb der Öffnungszeiten - auch abends - gegen einen Aufpreis von 30 Euro nach Vereinbarung möglich.

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Die Penzliner Marienkirche

 

An dieser Wand sind damalige Foltermethoden verbildlicht. 

Zum näheren Betrachten klicken Sie bitte auf die einzelnen Bilder.

 

Das Museum ist geöffnet:

Mai - Oktober

Dienstag - Freitag

Sa, So, Feiertage

9.00 - 17.00 Uhr

10.00 - 12.00 Uhr

13.00 - 17.00 Uhr

November - April

Dienstag und Mittwoch

Sa, So, Feiertage

10.00 - 13.00 Uhr

 

13.00 - 16.00 Uhr

Die Preise

Erwachsene

3,00 Euro

Erwachsene in der Gruppe (ab 15 Personen)

2,50 Euro

Kinder (ab 6 Jahre), Schüler, Azubis, Wehr- und Zivildienstleistende, Studenten, Schwerbehinderte und Arbeitslose

2,00 Euro

wie oben in der Gruppe (ab 15 Personen)

1,50 Euro

Sonderführungen nach Vereinbarung außerhalb der Öffnungszeiten, Aufpreis

30,00 Euro

Veranstaltungen

 

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Konzerte und Lesungen im Rittersaal

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Ferien im Museum

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Öffentliche Fachsymposien

 

Stadtfeste

veranstaltet von Stadt Penzlin und Förderverein  Alte Burg e.V.

 

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Walpurgisnacht – die Nacht vom 30. April zum 1. Mai

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Burgfest – immer am letzten Wochenende im August

 

Museum Alte Burg Penzlin

Am Wall 15

17217 Penzlin

 

Telefon:0 39 62-21 04 94

Telefax:0 39 62-21 01 25

 

Stadtverwaltung Penzlin

Telefon:0 39 62-2 55 10 

 

Wissenschaftliche Museumsleiterin: Dr. Andrea Rudolph

Quellen:

 

Broschüre, Herausgeber "Alte Burg Penzlin",

http://www.penzlin.de/D/d_burg/INDEX.HTM 

 

 

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Copyright Klaus Thiem Montag, 02. Oktober 2006 22:01:46

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